Fachlich-methodische Kompetenzen
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Emotionale Vernachlässigung und psychische Misshandlung von Kindern

Eine aktuelle Studie (von M. Stoltenborgh, Universität Leiden, 2012) hat ergeben, dass über 36 Prozent der Kinder weltweit emotionale Misshandlung erfahren. Verglichen mit körperlichen Misshandlungen oder Vernachlässigungen steht die emotionale Vernachlässigung und psychische Misshandlung von Kindern und Jugendlichen oft noch im Schatten der Kinderschutzarbeit. Dabei sind die belastenden und oft lebenslangen Folgen häufig genau dieselben: psychische Auffälligkeiten und psychische Störungen wie zum Beispiel Angststörungen, Depressionen und Aggressionsstörungen können resultieren. Die Teilnehmer/innen des Seminars sollen Hinweise auf emotionale Vernachlässigung und psychische Misshandlung sicherer erkennen. Die Bedeutung für das Leben der Kinder mit Erfahrung von emotionaler Vernachlässigung und psychischer Misshandlung wird herausgearbeitet. Erste Hilfsstrategien für betroffene Kindern und deren Familien werden erörtert.

Inhalte

  • Was brauchen Kinder und Jugendliche, um psychisch gesund aufzuwachsen?
  • Begriffsklärung: Was ist eine emotionale Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen? Wann handelt es sich gar um psychische Misshandlung?
  • Den Blick auf Kinder schärfen, die emotionaler Vernachlässigung und psychischer Misshandlung ausgesetzt sind
  • Die Auswirkungen auf das Leben der Kinder beleuchten
  • Erarbeiten von möglichen Risikofaktoren für die Entstehung von emotionaler Vernachlässigung und psychischer Misshandlung
  • Erste Interventionsmöglichkeiten für Fachkräfte sowie angrenzende Hilfsstrukturen erarbeiten

Ziele

Das Seminar stärkt die Teilnehmer/innen dabei, im Kontext ihrer eigenen Arbeit Symptome von Kindern mit emotionaler Vernachlässigung und psychischer Misshandlung schneller und genauer zu erkennen. Sie werden in ihrer Fachlichkeit gestärkt, die Bedeutung von emotionaler Vernachlässigung und psychischer Misshandlung für das Leben der Kinder und Jugendlichen in die eigene Arbeit und bei der Kooperation mit anderen Fachkräften offensiv und präventiv einzubringen.

Methoden Fachlicher Input der Referentin, verbunden mit aktuellen Fallbesprechungen, Fallarbeit, Kleingruppenarbeit, Arbeit im Plenum

Zielgruppe Alle Fachkräfte aus Pädagogik, Beratung und Therapie

Organisatorisches

Referent/in: Ulrike Saalfrank (Diplompsychologin, psychologische Psychotherapeutin)
Termin 1: Donnerstag, 22. Februar und Freitag, 23. Februar 2018
Termin 2: Donnerstag, 6. Dezember und Freitag, 7. Dezember 2018
Ort: München
Teilnehmer/innen: maximal 16
Kosten: € 230,00
Veranstaltungsnr.: F18/03
Anmeldeschluss: 22. Januar 2018 / 6. November 2018
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