Fachlich-methodische Kompetenzen
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Kompetenter Umgang mit Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS)

Die Betroffenen neigen dazu, Impulse ohne Berücksichtigung von Konsequenzen auszuagieren und leiden unter häufigen Stimmungsschwankungen. Ihre Fähigkeit vorauszuplanen ist gering und Ausbrüche intensiven Ärgers können zu explosivem, manchmal gewalttätigem Verhalten führen. Zudem sind das Selbstbild und die Zielvorstellungen unklar und gestört. Die Neigung zu intensiven, aber unbeständigen zwischenmenschlichen Beziehungen kann zu wiederholten emotionalen Krisen mit Suiziddrohungen/Suizidversuchen oder selbstschädigenden Handlungen führen. BPS entsteht durch eine Instabilität des Persönlichkeitskernes, oft als Folge von frühen Traumatisierungen und Bindungsstörungen. Im Verhalten von Betreuern im Umgang mit BPS zeigen sich oft Nachgiebigkeit, Ignoranz oder eigene heftige Gefühlsreaktionen. Dies kann zu weiteren Eskalationen der Situation führen. Insbesondere die meist vorhandene Beziehungs-Störung ist für Betreuer sehr irritierend und führt in vielen Fällen zu eigenen emotionalisierten Reaktionen, die zum weiteren Beziehungs-Abbau beitragen. Es ist nicht zielführend, wenn Betreuer bei BPS ihr übliches Beziehungsverhalten anwenden. Wichtig ist es, in den eigenen Reaktionen ein Hilfs-Ich zur Verfügung zu stellen, d.h. die bei BPS geschwächten Ich-Funktionen von außen zu unterstützen. Dies fühlt sich zunächst „komisch“ an, weil es dem eigenen üblichen Kommunikationsverhalten widerspricht.

Inhalte

  • Diagnose von BPS
  • Erscheinungsformen
  • Psychische Hintergründe
  • Möglichkeiten des Umgangs insbesondere bei eskalierten Situationen
  • Was sollte unterlassen werden?
  • Rollenspiele zur Darstellung angemessener Reaktionen
  • Behandlungsmöglichkeiten

Ziele

Die Teilnehmer/innen lernen im Seminar die Grundlagen und das Verständnis der Borderline Persönlichkeitsstörung und Strategien zur Kommunikation kennen. Die Teilnehmer/innen werden befähigt, mit typischen eskalierten Situationen und mit der eigenen Gegenübertragung umzugehen (Reflexion der eigenen Reaktion).

Methoden PowerPoint-Präsentation, Impulsreferate, Fallanalysen, Interaktion mit den TeilnehmerInnen, Rollenspiele zur Darstellung angemessener Reaktionen

Zielgruppe Alle MitarbeiterInnen, die mit BPS zu tun haben

Organisatorisches

Referent/in: Dr. Jürgen Killus (Diplom-Psychologe, Psychoanalytiker)
Termin: Donnerstag, 12. Oktober 2017
Ort: München
Teilnehmer/innen: maximal 16
Kosten: € 120,00
Veranstaltungsnr.: F17/70
Anmeldeschluss: 12. September 2017
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