Fachlich-methodische Kompetenzen
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Menschenwürde, Scham und Beschämung in pädagogischen Beziehungen

Die Entwicklung eines positiven Selbstbildes und eines gesunden Selbstwertgefühles werden u.a. blockiert durch Missachtung und Beschämung. Nicht
nur laut Grundgesetz ist die Würde des Menschen unantastbar, sondern auch im bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan wird die bedingungslose
Akzeptanz und Respektierung des Kindes verlangt. Dies gelingt im stressigen Alltag oft schwer und wir reagieren mit kränkenden
Bemerkungen, Zynismus, Ironie oder Arroganz. Schamgefühle werden oft abgewehrt, wenn man selbst Opfer von Beschämungen war und jetzt eine
Machtposition innehat. Gleichzeitig erleben wir eine „Kultur der Schamlosigkeit“ in Zeitschriften, Fernsehen und sozialen Netzwerken.
Schwierige und belastende Arbeitssituationen werden auch auf dem Hintergrund eigener biografischer Erfahrungen beleuchtet und nach Handlungs-
und Reaktionsalternativen gesucht. Theoretische Hintergründe von Scham und Schuld werden vorgestellt und mit den Praxiserfahrungen der
Teilnehmer/innen verbunden. So entsteht eine neue Sensibilität für unsere pädagogische Macht und die Beschämungen im pädagogischen Alltag und wie
wir achtsamer und wertschätzender mit Heranwachsenden arbeiten können.

Grundlagen, Bedeutung und Fragestellungen zu gesunder und
toxischer Scham und Schuld
Biographisches Wahrnehmen eigener Beschämungserfahrungen
Kulturelle und soziale Bedeutung von Scham
Vermeidung von Mikrotraumen durch Beschämungen
Möglichkeiten und Ideen für eine achtsame und wertschätzende
Beziehungsgestaltung zwischen Nähe und Distanz
Erkennen von Mustern der Schamabwehr
Pädagogische Haltung und Teamkultur

Ziel des Seminars ist es, unterschiedliche Arten von Schuld und Scham und ihre Bedeutung im pädagogischen Kontakt bewusst zu machen. Es
werden eigene Stressfaktoren, Interaktions- und Beschämungsmuster herausgearbeitet. Die eigene Haltung und Rolle in pädagogischen Beziehungen
und der Umgang mit erwachsener Macht wird geklärt.

Methoden Impulsreferate, Übungen zur Selbsterfahrung und zum Praxistransfer,
dialogischer Diskurs, Kleingruppenarbeit, praxisorientiertes
Erarbeiten von Handlungs- und Reaktionsalternativen, Rollenspiel

Hinweis Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bildungszentrum
Burg Schwaneck statt.

Organisatorisches

Referent/in: Stefan Paetzholdt-Hofner (Sozialpädagoge, Gestaltpädagoge)
Termin: Dienstag, 26. November und Mittwoch, 27. November 2019
Ort: München
Teilnehmer/innen: maximal 16
Kosten: € 240,00
Veranstaltungsnr.: F19/99
Anmeldeschluss: 26. Oktober 2019
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