Fachlich-methodische Kompetenzen
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Psychosomatik bei Kindern und Jugendlichen

Zur Wechselwirkung von Seele und Körper

Körperliche Reaktionen auf seelische Belastungen kennt jede/r – ein mulmiges Gefühl im Bauch, einen Kloß im Hals, schweißnasse Hände. Diese Phänomene gehören zu entwicklungsgeschichtlich alten Verhaltensmustern, die dem Menschen das Überleben in einer bedrohlichen Umwelt möglich machen. Diese Reaktionsweisen treten auch bei Kindern und Jugendlichen auf und haben für sich genommen keinen Krankheitswert. Sie zeigen, dass es einen engen Zusammenhang zwischen Seele und Körper gibt: „Dinge schlagen uns auf den Magen“, „es bleibt uns die Luft weg“. Aber auch körperliche Krankheiten haben einen Einfluss auf die Psyche. Eine enge Wechselwirkung, die im Extrem dazu führen kann, dass sie das normale Leben beeinträchtigt.

Das Seminar beleuchtet den Zusammenhang von Körper und Seele, geht auf die Entstehungsbedingungen von psychosomatischen Krankheiten speziell bei Kindern und Jugendlichen ein. Es ordnet psychosomatische Störungen diagnostisch ein – und greift ausgewählte Störungsbilder heraus, um exemplarisch über Behandlungsmöglichkeiten und ggf. geeignete Stellen zum Weiterverweisen zu sprechen. Der Blick wird geschult und anhand von Fallbesprechungen werden gezielte Reaktionsmöglichkeiten im pädagogischen Alltag erarbeitet.

Inhalte

  • Was bedeutet Psychosomatik?
  • Wie entstehen psychosomatische Störungen?
  • Worin unterscheiden sich psychosomatische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen von denen Erwachsener?
  • Wie werden psychosomatische Störungen eingeordnet (Psychosomatose, Somatoforme Störungen und Verhaltensstörungen)?
  • Die häufigsten psychosomatischen Krankheitsbilder in Kindheit und Jugend
  • Behandlungsmöglichkeiten bzw. Indikation für ein Weiterverweisen
  • Fallbesprechungen zu ausgewählten Störungsbereichen und anhand aktueller, mitgebrachter Fälle der Teilnehmer/innen

Ziele

Das Seminar vermittelt Grundlagenwissen zur Systematik von psychosomatischen Störungen. Es geht um die Entstehung von psychosomatischen Störungen in Kindheit und Jugend. Einzelne psychosomatische Störungen werden differenziert behandelt (z.B. Asthma, Schmerzsymptomatik, Essstörungen, Einnässen, Einkoten, ADHS). Der Blick wird geschult, wann ein Kind Hilfe braucht, und Kenntnisse darüber vermittelt, wann und an welche andere Stelle verwiesen werden muss.

Methoden Impulsreferate, Kleingruppenarbeit zu den einzelnen Störungen, Fallbesprechungen (gern mit Fällen der Teilnehmer/innen)

Organisatorisches

Referent/in: Ulrike Saalfrank (Diplompsychologin, psychologische Psychotherapeutin)
Termin: Donnerstag, 20. September und Freitag, 21. September 2018
Ort: München
Teilnehmer/innen: maximal 16
Kosten: € 240,00
Veranstaltungsnr.: F18/63
Anmeldeschluss: 20. August 2018
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