Fachlich-methodische Kompetenzen
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Selbstverletzung – Warum?

Hintergründe und Handlungsstrategien bei Selbstverletzendem Verhalten

Selbstverletzung löst in den Betreuern oft heftige eigene Gefühle aus (fachlich nennt man dies Gegenübertragung) und verhindert damit den Blick auf die Betroffenen. Subjektive Emotionen von Hilflosigkeit, Fassungslosigkeit, Ekel, Angst oder Wut bestimmen häufig die eigene Reaktion.

Selbstverletzendes Verhalten (SVV) entsteht aus einer meist tiefsitzenden Problematik, eine Steuerung des Verhaltens ist zunächst schwer möglich. Betroffene stoßen im sozialen oder professionellen Umfeld immer wieder auf großes Unverständnis, was sich auf SVV ungünstig auswirkt. Der Hauptgrund für SVV liegt üblicherweise nicht in dem Wunsch andere zu provozieren, auch wenn dies mitspielen kann. Aufgrund mangelnder fachlicher Information wird SVV in den Anfängen oft gar nicht wahrgenommen oder verharmlost, was leider die Entwicklung von SVV fördert.

In diesem Seminar werden die Formen von SVV sowie psychische Hintergründe, Phasen, Ursachen, Mechanismen und Behandlungsmöglichkeiten erläutert. Weitere Themen sind: Wie sollte ich mit einer SVV-Situation umgehen? Was sollte ich unterlassen? Anhand von Fällen der TeilnehmerInnen lassen sich mit Hilfe von Rollenspielen angemessene Reaktionen darstellen.

Inhalte

Überblick über die Formen von SVV

Psychische Hintergründe von SVV

Phasen, Ursachen, Mechanismen und Behandlungsmöglichkeiten von SVV

Umgang mit Kindern und Jugendlichen, die SVV ausüben

Reflexion der eigenen Reaktion auf SVV

Ziele

Dieses Seminar vermittelt Grundlagen und Verständnis von SVV, sowie Möglichkeiten zum Umgang mit Kindern und Jugendlichen, die sich selbst verletzten. Durch Rollenspiele kann dieser Umgang im Seminar erprobt werden.

Methoden Impulsreferate, Kurzreferate, Interaktion mit den Teilnehmer/innen, Rollenspiele, um angemessene Reaktionen zu üben

Organisatorisches

Referent/in: Dr. Jürgen Killus (Diplom-Psychologe, Psychoanalytiker)
Termin: Mittwoch, 4. Juli 2018
Ort: München
Teilnehmer/innen: maximal 16
Kosten: € 130,00
Veranstaltungsnr.: F18/49
Anmeldeschluss: 4. Juni 2018
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