Fachlich-methodische Kompetenzen
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Stärke statt Macht

Gewaltfreier Widerstand in der Erziehung und der Entwurf einer neuen Autorität

Das Konzept des gewaltfreien Widerstands in der Erziehung wurde ursprünglich von Prof. Haim Omer entwickelt, um Eltern in sehr schwierigen und oft ausweglos erscheinenden (Erziehungs-)Situationen mit ihren Kindern und Jugendlichen zu stärken. Es geht darum, dass Eltern aus einer Ohnmacht und Hilflosigkeit gegenüber ihren Kindern wieder in ihre elterliche Verantwortung zurückfinden und letztendlich ins Handeln kommen. Dabei übertrug Haim Omer wichtige Aspekte des politischen Widerstands von Mahatma Gandhi und Martin Luther King auf Familien und es entstand ein innovatives und effektives Konzept. Dieser Ansatz wurde in den letzten Jahren erfolgreich angewandt und in andere Bereiche (Schule, Gemeinwesen, häusliche Gewalt) übertragen. Er ist anwendbar für Kinder ab drei Jahren.

Es entwickelte sich auch ein neues Verständnis von Autorität heraus, das sowohl die Autonomie des Kindes achtet, als auch der Verantwortung und Handlungsfähigkeit von Eltern gerecht wird. Zentral ist dabei die Beziehung und Bindung zwischen Eltern und Kindern. Bei der neuen Autorität geht es darum, aus Machtkämpfen zwischen Eltern/Pädagogen und Kindern/Jugendlichen auszusteigen und zu einer Haltung der Stärke und Präsenz zu kommen.

Inhalte

  • Ausführliche Vorstellung des Konzepts des gewaltfreien Widerstands in der Erziehung und deren grundlegende Prinzipien (Elterliche Präsenz, wachsame Sorge, Pflicht des Widerstandes, Transparenz, Aufbau eines Unterstützernetzwerks, Illusion der Kontrolle …)
  • Entwurf einer neuen Autorität
  • Praxisbezug, Umsetzung und Transfer für unterschiedliche Arbeitsbereiche (Elternarbeit, Erziehungsberatung und eigenes pädagogisches Handeln mit Kindern und Jugendlichen)
  • Diskussion, Übungen und aktive Auseinandersetzung mit dem Konzept

Ziele

In dem Seminar wird das Konzept Stärke statt Macht in der Erziehung detailliert vorgestellt und mit Übungen erfahrbar gemacht, wie Pädagogen und Eltern in „verfahrenen“ Erziehungssituationen unterstützt und wieder ins Handeln gebracht werden können. Der Ansatz wird auf die unterschiedlichen Bereiche der Teilnehmer/innen von der Beratung von Eltern bis zum jeweiligen eigenen pädagogischen Handeln übertragen.

Methoden Vortrag, moderiertes Gespräch, Übungen, Fallarbeit

Organisatorisches

Referent/in: Markus Zechmeister (Sozialpädagoge, Systemischer Therapeut, Berater und Supervisor)
Termin: Montag, 22. Oktober und Dienstag, 23. Oktober 2018
Ort: München
Teilnehmer/innen: maximal 16
Kosten: € 230,00
Veranstaltungsnr.: F18/79
Anmeldeschluss: 22. September 2018
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