Fachlich-methodische Kompetenzen
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Trauer und Beziehungsverlust bei Kindern und Jugendlichen gut begleiten

Kinder und Jugendliche sind oft mit ihrer Trauer alleingelassen. Sie erleben sie anders als die Erwachsenen und finden oft keinen äußeren und inneren Ort für den Ausdruck ihrer Trauer. Wann immer Eltern sich trennen und scheiden lassen, hat dies auch Folgen für die Kinder.

Wenn ein Elternteil, wenn Geschwister oder Freunde sterben, verunfallen, ihrem Leben selbst ein Ende setzen, fehlt oft die tröstende, Antwort-gebende, empathische Umgebung. Der Verlust einer wichtigen Bezugsperson in der Kindheit ist ein einschneidendes Ereignis, das oft mit Schuldgefühlen besetzt ist und das spätere Leben mitprägt.

In diesem Seminar wollen wir uns den Themen Trauer, Abschied, Verlust und Vergänglichkeit zuwenden und sie aus dem Tabubereich, den ihnen unsere Gesellschaft zuweist, herausholen. Unser Ziel ist, als Pädagoge und Erzieher in solchen Situationen den Kindern und Jugendlichen besser beistehen und sie empathisch begleiten zu können. Das schließt für die Teilnehmer ein Berührt-Werden mit der eigenen Geschichte nicht aus.

Inhalte

  •        Was ist Trauer und wie läuft ein guter Trauerprozess?
  •         Trauerphasen und -aufgaben
  •         Mögliche Folgen von Trennung und Scheidung bei Kindern/Jugendlichen
  •         Altersspezifische Reaktionen von Kindern auf frühen Eltern- oder Geschwisterverlust
  •         Umgang mit Krankheit, Tod und Sterben in unserer und anderen Kulturen
  •         Tod und Sterben in der Vorstellung von Kindern und Jugendlichen
  •         Sonderfall Suizid
  •         Schuldgefühle und -zuweisung in Zusammenhang mit Verlust und Abschied
  •         Abschiedsrituale
  •         Selbstreflexiver Blick auf den Umgang mit Trauer in der eigenen Familiengeschichte

Ziele

Ziel dieser Fortbildung ist es, trauernden Kindern und Jugendlichen und solchen, die eine Trennung oder einen Beziehungsverlust verkraften müssen, in angemessener Weise beistehen zu können und sie empathisch zu begleiten. Es werden konkrete Empfehlungen für den Umgang mit trauernden Kindern und Jugendlichen und praktische Ratschläge für die Krisenintervention gegeben.

Methoden  Vortrag, Fallbeispiele aus der eigenen Praxis, Gruppendiskussion, praktische Übungen, Selbstreflexion, systemische Aufstellung, Abschiedsritual, Film mit Diskussion

Organisatorisches

Referent/in: Maria Zepter (Diplompsychologin, Psychotherapeutin)
Termin: Mittwoch, 10. Mai und Donnerstag, 11. Mai 2017
Ort: München
Teilnehmer/innen: maximal 16
Kosten: € 230,00
Veranstaltungsnr.: F17/30
Anmeldeschluss: 10. April 2017
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