Fachlich-methodische Kompetenzen
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Umgang mit traumatisierten jugendlichen Flüchtlingen

Die Situation von jugendlichen Flüchtlingen weist besondere Problemlagen auf: Verlust der Eltern, Abbruch des bestehenden Lebenszusammenhangs,
Schutzlosigkeit, Unkenntnis der fremden Kultur, (Ausländer-)Rechte, Lebensweise und Sprache, Fluchttraumata und Gewalterfahrung sowie
das Fehlen einer realistischen Lebensplanung. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge brauchen somit andere Hilfestellungen als andere Flüchtlinge. Ihre
Perspektiven und Auffälligkeiten in der Heimerziehung unterscheiden sich von deutschen Kindern und Jugendlichen. Diese spezielle Situation fordert
von den Fachkräften ein besonderes Vorgehen und Wissen. Neben den pädagogischen Problemen und den veränderten Bedingungen im Bereich
der Betreuung, hat Beratung einen zunehmenden Stellenwert. Durch den aktuellen Zuwachs an Flüchtlingen ist die Jugendhilfe zusätzlich gefordert.
Traumatisierung und Betreuungsansätze sind besondere Schwerpunkte dieser Fortbildung, ebenso kulturelle Unterschiede und sprachliche Herausforderungen.
Ausländerrechtliche Hürden, schulische und arbeitsrechtliche Möglichkeiten werden gleichfalls berücksichtigt.

Pädagogische Betreuung von minderjährigen Flüchtlingen im Heimbereich
Umgang mit Traumatisierung
Psychische und soziale Störungen – Diagnostik und Symptomatik,
Psychosomatik
Behandlung von Traumatisierung und Retraumatisierung
Strukturelle Bedingungen von Einrichtungen, Unterbringung, Clearing
Rahmenbedingungen: Jugendhilfe, rechtliche Situation, politischer Rahmen
Interkulturelle Kompetenz: Fluchtsituation, Länderkunde
Spezifische Probleme, z. B. Altersfeststellung, Beendigung der
Jugendhilfe, Übergang Schule/Beruf
Handlungsansätze in der Praxis

Den Teilnehmer/innen wird Handlungskompetenz und Handwerkszeug für den Umgang mit minderjährigen Flüchtlingen vermittelt. Standards
und Fachlichkeit werden in dem Seminar weiterentwickelt. Neben pädagogischen Ansätzen werden auch therapeutische Ansätze behandelt.

Methoden Impulsreferat, Gruppenarbeit, Handouts, Powerpoint,
praktische Übungen, Plenumsgespräch, Rollenspiele

Zielgruppe Die Fortbildung richtet sich vor allem an pädagogische
Fachkräfte im Heimbereich, sowie an Fachpersonal der verschiedenen
administrativen und versorgenden Einrichtungen.

Organisatorisches

Termin: Donnerstag, 19. September und Freitag, 20. September 2019
Ort: München
Teilnehmer/innen: maximal 18
Kosten: € 240,00
Veranstaltungsnr.: F19/69
Anmeldeschluss: 19. August 2019
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