Kommunikation und Beratung
DruckenFortbildungen

Wirksame Deeskalation

Umgang mit aggressiv-grenzüberschreitendem Verhalten in beruflichen Beziehungen

Berichte von gesteigerter Aggressivität und Gewaltbereitschaft am Arbeitsplatz nehmen ständig zu. Fachkräfte im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe
und Sozialen Arbeit (Ämter, freie und kirchliche Wohlfahrtspflege) müssen sich vermehrt grenzüberschreitenden Verhaltensweisen wie
Beleidigungen oder Drohungen durch Klienten stellen. Konfliktdynamiken in Teams und mit Kooperationspartnern nehmen ebenfalls zu.
Teilnehmer/innen lernen die belastenden Wirkungen von stressauslösenden Situationen in Arbeitsbeziehungen kennen und reflektieren ihren
Umgang damit, vor allem hinsichtlich innerer und äußerer Abgrenzung. Ansätze und Möglichkeiten zu emotionalem Selbst- und Stressmanagement
werden vorgestellt und eingeübt. Neben Hinweisen zu Warnsignalen und Persönlichkeitstypologien stehen wirksame Deeskalationsstrategien
und -techniken im Mittelpunkt.

Grundregeln der Kommunikation
Formen von Aggression und Gewalt
Warnsignale der Aggressionsspirale erkennen
Stressmanagement
Umgang mit schwierigen und wütenden Personen – Deeskalation
Umgang mit grenzüberschreitendem Verhalten (Beleidigungen,
Drohungen, etc.)
Praxisreflexion Fallbeispiele
Räumliches Verhalten und Notwehr- und Nothilfeaspekte
Anforderungen nach Arbeitsschutzgesetz (insbes. § 5 ArbSchG)

Dieses Seminar sensibilisiert für eigenes und fremdes Stressverhalten. Dadurch kann in konfliktreichen Situationen die Wahrnehmung gezielter
gelenkt werden. Angebote zur Erweiterung von Handlungskompetenz werden vorgestellt, um in Arbeitssituationen, die von Aggressivität und
drohender oder tatsächlicher Gewalt geprägt sind, selbstbehauptende und deeskalierende Haltungen und Fähigkeiten einsetzen zu können.
Auch Aspekte strukturell-präventiver Art sowie Themen der institutionellen Kultur (z. B. Fürsorgepflicht und Arbeitsschutz, Leitungsverpflichtung
zu Gewaltprävention) werden behandelt.

Methoden Großen Anteil haben Übungen und ein fall- und praxisbezogener
Austausch. Dabei geht es um genauere Analyse von gewaltförmigen
Grenzüberschreitungen, deren emotionaler Wirkung und praktisches
Kennenlernen von Selbstschutz- und Verteidigungsstrategien, Abgrenzungstechniken
und Deeskalationsmethoden.

Organisatorisches

Referent/in: Hans Fritz (Sozialpädagoge, Master of Arts (MA), Supervisor, Fortbildner)
Termin: Donnerstag, 17. Oktober und Freitag, 18. Oktober 2019
Ort: München
Teilnehmer/innen: maximal 16
Kosten: € 250,00
Veranstaltungsnr.: F19/78
Anmeldeschluss: 16. September 2019
Anmeldung Zum Online Formular
Drucken