Fachlich-methodische Kompetenzen
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Zum Übersehen!

Gehemmte und ängstliche Kinder und Jugendliche im Blick

Immer mehr Kinder und Jugendliche werden heute als verhaltensauffällig beschrieben. Meist meint man damit Kinder und Jugendliche mit störendem, lautem Verhalten. Dass auch gehemmte oder ängstliche Kinder unsere Unterstützung brauchen können, geht oft unter. Wer sich still und ängstlich verhält, wird oft einfach übersehen. Dabei lohnt sich ein genauerer Blick: Wann ist ein gehemmtes Verhalten eher auf ein introvertiertes Temperament zurück zu führen – und damit völlig normal? Wann dagegen braucht es unsere Aufmerksamkeit, weil eine innere Not dahinter steckt. Was ist dann zu tun? Wann ist ein ängstliches Verhalten altersangemessen, wann geht es über das „normale“ Maß hinaus und wird damit behandlungsbedürftig? Und darüber hinaus: welche gesellschaftlichen Bedingungen (z.B. nicht gelungene Bindung, große Gruppen in Schule und Kindertagesstätte, Leistungsdruck etc.) spielen eine Rolle, dass gehemmtes und ängstliches Verhalten bei Kinder und Jugendlichen heute entsteht? Was können wir im pädagogischen Alltag tun?

Inhalte

  • Wie unterscheide ich bei gehemmtem und ängstlichem
  • Verhalten ein „normales Maß“ von einer Verhaltensauffälligkeit?
  • Von der Auffälligkeit zur Störung
  • Ein genauer Blick auf die Entstehungsbedingungen
  • Diagnostische Einordnung
  • Fallbesprechungen zu den genannten Themenbereichen

Ziele

Das Seminar vermittelt Grundlagen- und Unterscheidungswissen zu gehemmtem und ängstlichem Verhalten. Sie erlangen Wissen über die Abgrenzung zu angrenzenden Störungen (Angststörung, Depressionsstörung, Aggressionsstörung, Bindungsstörung etc.). Der Blick wird geschult, wann ein Kind Raum für sich braucht und wann ein wirklicher Hilfebedarf da ist. Es werden Kenntnisse vermittelt, wann an andere Stellen weiterverwiesen werden muss.

Methoden Impulsreferate, Kleingruppenarbeit, Fallbesprechungen (gern mit den Fällen der Teilnehmer/innen).

Organisatorisches

Referent/in: Ulrike Saalfrank (Diplompsychologin, psychologische Psychotherapeutin)
Termin: Donnerstag, 27. April und Freitag, 28. April 2017
Ort: München
Teilnehmer/innen: maximal 16
Kosten: € 230,00
Veranstaltungsnr.: F17/24
Anmeldeschluss: 27. März 2017
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