Zusatzausbildungen
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Zertifizierte Zusatzausbildung zum/zur Sozialkompetenztrainer/in

Kursbeginn: Oktober 2017

Der gesellschaftliche Wandel hat zur Folge, dass die Familie soziale Kompetenzen nicht mehr in dem Maße an die Kinder vermittelt, wie dies früher geschah. Auch Ausbildungsbetriebe klagen oft, dass bestimmte Jugendliche diese Erwartungen nicht erfüllen. Andere gesellschaftliche Instanzen geraten dadurch zunehmend in die Verantwortung, Erziehung und Sozialisation zu übernehmen. Schule und Jugendhilfe werden zunehmend stärker gefordert, im Rahmen ihrer Angebote auch personale und soziale Kompetenzen an Kinder und Jugendliche zu vermitteln.

Im pädagogischen Alltag von Schule und Jugendhilfe wird man immer wieder mit den Defiziten der Kinder und Jugendlichen im sozialen Umgang konfrontiert. Dies macht es notwendig, angemessen auf diese sozialen Defizite einzugehen und entsprechende methodisch-didaktische Konzepte zu entwickeln, mit deren Hilfe Kinder und Jugendliche soziale Kompetenzen erlernen können.

Soziale Kompetenz, häufig auch „Soft Skills“ genannt, bezeichnet das Spektrum der persönlichen Fähigkeiten und Einstellungen, die dazu beitragen, individuelle Handlungsziele mit den Einstellungen und Werten einer Gruppe zu verknüpfen und das Verhalten und die Einstellungen von Mitmenschen in diesem Sinne zu beeinflussen. Soziale Kompetenz bezeichnet somit die Gesamtheit der Fertigkeiten, die für die soziale Interaktion nützlich oder notwendig sind.

In der Zusatzausbildung setzen sich die Teilnehmer/innen mit der Frage auseinander, was Sozialkompetenz umfasst, da sich diese Kompetenz aus verschiedenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zusammensetzt. Sie sind am Ende der Ausbildung in der Lage, die Sozialkompetenz bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Gruppen gezielt zu fördern.

Zielsetzung der Ausbildung

Die Teilnehmer/innen erlernen inhaltliche Angebote zu gestalten, die Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene befähigen, sozial kompetent und eigenverantwortlich zu handeln. Diese Angebote sind im präventiven Bereich angesiedelt. Den Teilnehmer/innen werden inhaltlich-fachliche Fähigkeiten vermittelt, sie erlangen methodisch-didaktische Fertigkeiten und sind in der Lage, als Trainer passende konzeptionelle Antworten für die Anforderungen in der Praxis zu entwickeln und ihre Rolle als Trainer zu klären. Neben dem Erwerb fachlich-methodischer Kompetenz setzen sich die Teilnehmer/innen auch selbstreflexiv mit ihren persönlichen und beruflichen Hintergründen auseinander.

 

Inhalte der Ausbildung

  • Basis-Seminar/Einführung: Soziale Diagnostik, Ressourcenarbeit und Motivation – Hintergrundwissen zu zentralen Aspekten der Persönlichkeitsentwicklung, Motivationspsychologie und systemischer Ressourcenarbeit
  • Modul 1: Soziale Architektur der Gruppe und soziales Lernen in der Gruppe – Hintergrundwissen zu gruppendynamischen Erscheinungsformen, Auseinandersetzung mit der Trainer-Rolle, methodische Antworten auf gruppendynamische Erfordernisse und den Umgang mit Störungen, Integration und Abgrenzung, sowie Beziehungsarbeit und Selbstbehauptung
  • Modul 2: Methodenzirkel zum Training der Empathiefähigkeit – Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung, Empathievermögen, Antizipation und Selbststeuerung
  • Modul 3: Methodenzirkel zum Training der grundlegenden kommunikativen Kompetenzen – Gespräche anbahnen, Gespräche intensivieren, diskutieren und verhandeln
  • Modul 4: Methodenzirkel zum Training der Selbstkompetenz – Selbsteinschätzung, Selbstorganisation, Durchhaltevermögen
  • Modul 5: Methodenzirkel zum Training der Konfliktkompetenz – Deeskalative Strategien, Strategien der Konfliktlösung, Selbststeuerung und Emotionskontrolle im Konflikt
  • Modul 6: Ergebnissicherung und Abschluss – Mentoring und Führungskompetenz: individuelle Begleitung, Nachsorge und Evaluierung; Konzepte für spezifische Anwendungsbereiche, persönliche Perspektiven
  • Modul 7: Kolloquium - Abschlusskolloquium und Zertifizierung der Lehrgangsteilnehmer/innen

Termine:

Basis-Seminar: 03. – 05. Juli 2017

Modul 1:  09.–11. Oktober 2017

Modul 2:  06.–08. November 2017

Modul 3:  18.–20. Januar 2018

Modul 4:  28. Februar –02. März 2018

Modul 5:  09.–10. April 2018

Modul 6:  11.–13. Juni 2018

Modul 7: 09. Juli 2018

 

Methoden

Impulsreferate, Literaturstudium, Kleingruppenarbeit, praktische Übungen, kollegiale Beratung, Hausarbeiten, Situationsanalyse, Praxisreflexion

Zielgruppe

Insbesondere Fachkräfte im pädagogischen Bereich: Schule, Jugendhilfe, berufliche Bildung, Ausbildung, Nachqualifizierung, und im Bereich der Arbeit mit Gruppen/Klassen oder Einzelfällen

Teilnahmevoraussetzung

Pädagogische/fachliche Ausbildung, drei Jahre Berufserfahrung, Bereitschaft zur Selbstreflexion; eine Möglichkeit zur Anwendung des Gelernten ist erwünscht. Die Teilnahme am Basisseminar wird vorausgesetzt.

Bestandteile

Die Zusatzausbildung umfasst 7 Module mit insgesamt 21 Seminartagen, Intervisionsgruppen zwischen den Modulen, Falldokumentation, Hausarbeit (Konzept/Projektbericht), Kolloquium.

Kooperation

Mit dem Institut für Fort- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung (IF) der Kath. Stiftungsfachhochschule München

Zertifikat

Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmer/innen ein Zertifikat des Institut für Fort- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung (IF) der Kath. Stiftungsfachhochschule München.

Anmeldung

Schriftliche Bewerbung mit Erläuterung des persönlichen Interesses und Lebenslauf

 

Organisatorisches

Referent/in: Dagmar Cordes (Sozialpädagogin, Mediatorin, Antigewalttrainerin) / Werner Egger (Sozialpädagoge, Supervisor) / Sabine Wolff (Sozialpädagogin, Mediatorin, Systemischer Coach )
Termin: Montag, 9. Oktober bis Mittwoch, 11. Oktober 2017
Ort: München
Teilnehmer/innen: maximal 16
Kosten: € 2.550,00
Anmeldeschluss: 9. September 2017
Organisation: INPUT e.V.
Dauer: 21 Seminartage in 7 Blöcken
Beginn/Block 1 09. Oktober bis 11. Oktober 2017
Seminarkosten: 2550,– EUR; zahlbar in drei Raten
Anmeldung bei: INPUT e.V., Sandstr. 41, 80335 München, Tel. (089)29160463, E-Mail info@inputseminare.de
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