Zusatzausbildungen
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Zertifizierte Zusatzausbildung zum/zur Sozialkompetenztrainer/in

Kursbeginn: Oktober 2019

Der gesellschaftliche Wandel hat zur Folge, dass die Familie soziale Kompetenzen nicht mehr in dem Maße an die Kinder vermittelt, wie dies
früher geschah. Im beruflichen Bereich werden höhere Anforderungen in Hinsicht auf Sozialkompetenzen an Jugendliche gerichtet. Ausbildungsbetriebe
klagen oft, dass bestimmte Jugendliche diese Erwartungen nicht erfüllen. Andere gesellschaftliche Instanzen geraten dadurch zunehmend
in die Verantwortung, Erziehung und Sozialisation zu übernehmen. Schule und Jugendhilfe werden zunehmend stärker gefordert, im Rahmen ihrer
Angebote auch personale und soziale Kompetenzen an Kinder und Jugendliche zu vermitteln.
Im pädagogischen Alltag von Schule und Jugendhilfe wird man immer wieder mit den Defiziten der Kinder und Jugendlichen im sozialen
Umgang konfrontiert. Dies macht es notwendig, angemessen auf diese sozialen Defizite einzugehen und entsprechende methodisch-didaktische
Konzepte zu entwickeln, mit deren Hilfe Kinder und Jugendliche soziale Kompetenzen erlernen können.
Soziale Kompetenz, häufig auch „Soft Skills“ genannt, bezeichnet das Spektrum der persönlichen Fähigkeiten und Einstellungen, die dazu
beitragen, individuelle Handlungsziele mit den Einstellungen und Werten einer Gruppe zu verknüpfen und das Verhalten und die Einstellungen
von Mitmenschen in diesem Sinne zu beeinflussen. Soziale Kompetenz bezeichnet somit die Gesamtheit der Fertigkeiten, die für die soziale
Interaktion nützlich oder notwendig sind. In der Zusatzausbildung setzen sich die Teilnehmer/innen mit der Frage
auseinander, was Sozialkompetenz umfasst, da sich diese Kompetenz aus verschiedenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zusammensetzt. Sie sind
am Ende der Ausbildung in der Lage, die Sozialkompetenz bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Gruppen gezielt zu fördern.

Modul 1: Soziale Architektur der Gruppe und soziales Lernen in
der Gruppe – Hintergrundwissen zu gruppendynamischen Erscheinungsformen,
Auseinandersetzung mit der Trainer-Rolle, methodische
Antworten auf gruppendynamische Erfordernisse und den Umgang
mit Störungen, Integration und Abgrenzung, sowie Beziehungsarbeit
und Selbstbehauptung

Modul 2: Soziale Diagnostik, Ressourcenarbeit und Motivation – Hintergrundwissen
zu zentralen Aspekten der Persönlichkeitsentwicklung,
Motivationspsychologie und systemischer Ressourcenarbeit

Modul 3: Methodenzirkel zum Training der Empathiefähigkeit – Selbstwahrnehmung,
Fremdwahrnehmung, Empathievermögen, Antizipation
und Selbststeuerung

Modul 4: Methodenzirkel zum Training der Selbstkompetenz –
Selbsteinschätzung, Selbstorganisation, Durchhaltevermögen

Modul 5: Methodenzirkel zum Training der grundlegenden kommunikativen
Kompetenzen – Gespräche anbahnen, Gespräche intensivieren,
diskutieren und verhandeln

Modul 6: Methodenzirkel zum Training der Affektkontrolle – Deeskalative
Strategien, Strategien der Konfliktlösung, Selbststeuerung und
Emotionskontrolle im Konflikt

Modul 7: Abschluss und Kolloquium – Abschlusskolloquium und Zertifizierung
der Lehrgangsteilnehmer/inne

Die Teilnehmer/innen erlernen inhaltliche Angebote zu gestalten, die Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene befähigen, sozial kompetent
und eigenverantwortlich zu handeln. Diese Angebote sind im präventiven Bereich angesiedelt. Den Teilnehmer/innen werden inhaltlichfachliche
Fähigkeiten vermittelt, sie erlangen methodisch-didaktische Fertigkeiten und sind in der Lage, als Trainer passende konzeptionelle
Antworten für die Anforderungen in der Praxis zu entwickeln und ihre Rolle als Trainer zu klären. Neben dem Erwerb fachlich-methodischer
Kompetenz setzen sich die Teilnehmer/innen auch selbstreflexiv mit ihren persönlichen und beruflichen Hintergründen auseinander.

 

Methoden Impulsreferate, Literaturstudium, Kleingruppenarbeit, praktische
Übungen, kollegiale Beratung, Hausarbeiten, Situationsanalyse,
Praxisreflexion

Zielgruppe Insbesondere Fachkräfte im pädagogischen Bereich: Schule,
Jugendhilfe, berufliche Bildung, Ausbildung, Nachqualifizierung, und
im Bereich der Arbeit mit Gruppen oder Einzelfällen

Teilnahmevoraussetzung Pädagogische/fachliche Ausbildung, drei
Jahre Berufserfahrung, Bereitschaft zur Selbstreflexion; eine Möglichkeit
zur Anwendung des Gelernten ist erwünscht. Die Teilnahme am
Basisseminar wird vorausgesetzt.

Referent/innen Dagmar Cordes, Werner Egger, Sabine Wolff

Bestandteile Die Zusatzausbildung umfasst 7 Module mit insgesamt
19 Seminartagen, 6 Intervisionsgruppen zwischen den Modulen,
Hausarbeit (Konzept/Projektbericht), Kolloquium.

Kooperation Mit dem Institut für Fort- und Weiterbildung, Forschung
und Entwicklung (IF) der Kath. Stiftungshochschule München

Zertifikat Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmer/innen
ein Zertifikat des Institut für Fort- und Weiterbildung, Forschung und
Entwicklung (IF) der Kath. Stiftungshochschule München.

Anmeldung Schriftliche Bewerbung für die Weiterbildung

Info-Abend Kostenloser Info-Abend: Termin auf Nachfrage

Organisatorisches

Referent/in: Dagmar Cordes (Sozialpädagogin, Mediatorin, Antigewalttrainerin) / Werner Egger (Sozialpädagoge, Supervisor)
Termin: Montag, 7. Oktober und Mittwoch, 9. Oktober 2019
Ort: München
Teilnehmer/innen: maximal 16
Kosten: € 2.580,00
Anmeldeschluss: 7. September 2019
Organisation: INPUT e.V.
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