Fachlich-methodische Kompetenzen
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Grenzen beim Erziehen – Beziehungsgestaltung zwischen Nähe und Distanz

Im täglichen pädagogischen Kontakt werden immer auch unsere biographischen Handlungsmuster aktiviert. Somit zeigt sich in Beziehungen mit Kolleg/innen im Team, mit Eltern und Kindern bzw. Jugendlichen immer auch unser Umgang mit Nähe und Distanz, mit Bindung und Loslassen und mit dem Setzen und Öffnen von Grenzen. Heranwachsende bedingungslos wertzuschätzen, wie es der bayrische Bildungs- und Erziehungsplan verlangt,  ist ein hoher Anspruch, der sich im stressigen Alltag oft als kaum durchführbar erweist.

Ein Wahrnehmen der eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Reaktionen im pädagogischen Alltag ist notwendig, um Not zu wenden und konstruktive Handlungsalternativen zu entwickeln. So ist zu klären, wie wir empathisch bleiben und uns schützen können, wie wir nicht beschämend Grenzen setzen, Konflikte lösen und konstruktiv im Team als Vorbilder kooperieren können. Entscheidend bleibt und ist unsere Haltung in einer professionellen Beziehungsgestaltung.

Inhalte

  • Wahrnehmen und Bewusstwerden biographischer Erfahrungen und Handlungsmuster
  • Grundlagen zu Nähe, Distanz, Eigen- und Gemeinsinn, (toxische) Schuld und Scham
  • Chancen und Risiken in der Beziehungsarbeit als Pädagoge/-in, Umgang mit Grenzen und Konflikten
  • Möglichkeiten einer professionellen Ausbalancierung von Nähe und Distanz
  • Macht- und Beschämungsstrukturen erkennen, stärkende Beziehungsgestaltung
  • Transfer in die Praxis 
  • Pädagogische Haltung und Teamkultur

Ziele

Ziel des Seminars ist es, dass Ihnen die menschlichen Grundbedürfnisse im pädagogischen Kontakt bewusst und unterschiedliche Arten von Schuld und Scham und ihre Bedeutung bekannt sind. Die eigenen Stressfaktoren, Interaktions- und Beschämungsmuster können Sie erkennen und der Umgang mit erwachsener Macht ist Ihnen deutlich. Außerdem ist Ihnen die eigene Haltung und Rolle zwischen Nähe und Distanz in der pädagogischen Beziehung klar.

Methoden Impulsreferate, Einzel- und Kleingruppenarbeit, (Wahrnehmungs-)Übungen, Fallarbeit, Anregungen zum Praxistransfer

Hinweis Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bildungszentrum Burg Schwaneck statt.

Organisatorisches

Referent/in: Stefan Paetzholdt-Hofner (Sozialpädagoge, Gestaltpädagoge)
Termin: Montag, 12. Oktober und Dienstag, 13. Oktober 2020
Ort: München
Teilnehmer/innen: maximal 16
Kosten: € 250,00
Anmeldeschluss: 28. August 2020
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