Fachlich-methodische Kompetenzen
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Religiöse und kulturelle Aspekte des Islam besser verstehen

Muslime sind seit vielen Jahren Teil unserer Gesellschaft. Wir wissen aber oft wenig über sie und ihre kulturell und religiös geprägte Lebensweise. In allen Bereichen der Jugend-, Sozial- und Flüchtlingsarbeit haben wir es mit Kindern islamischer Herkunft zu tun. Im Kontakt mit ihnen und in der Elternarbeit begegnen uns hier viele Facetten islamischer Lebensführung – durch Kultur und Religion geprägte Moral- und Wertvorstellungen, Rollenbilder, Familienkonstellationen, Erziehungsvorstellungen, die anders sind als die in unserer Gesellschaft üblichen. Um unsere Klient/innen gut begleiten zu können, ist ein Wissen um die kulturellen und religiösen Aspekte des Islam unabdingbar. Denn nur dann können wir manche Verhaltensweisen und Reaktionen besser verstehen und einordnen, notwendige Veränderungen einleiten und unsere muslimischen Klient/innen sensibler und erfolgreicher begleiten.

Neben der Wissensvermittlung zu den vorgenannten Themen wird es in dem Seminar auch viel Gelegenheit geben, Fragen zu stellen und eigene Fälle einzubringen. Filmausschnitte werden einen tieferen Einblick in die Kultur und Religion des Islam geben

Inhalte

  • Einführung in den Islam und religöse Grundlagen
  • Kulturelle und religiöse Unterschiede
  • Was ist Landessitte? – Was ist Religion?
  • Die Rolle der Frau/des Mannes und die Bedeutung der Familie im Islam
  • Islamische Sozialisierung und Erziehung
  • Liebe und Sexualität im Islam
  • Empfehlungen für den Umgang mit Muslimen in Beratung und Behandlung
  • Die politische Entwicklung und Gruppierungen innerhalb des Islams: Wahhabismus, Salafismus, Dschihadismus

Ziele

Das Seminar richtet sich an pädagogische Fachkräfte, die mit muslimischen Kindern, Jugendlichen und Familien arbeiten. Es vermittelt Grundlagen zum besseren Verständnis der islamischen Religion und Kultur, erweitert die interkulturelle Kompetenz und gibt Unterstützung für kritische Situationen in Form von konkreten Handlungsanweisungen. Es gibt Gelegenheit, eigene Fälle einzubringen und im persönlichen Austausch die eigene Position zu reflektieren.

Methoden  Vortrag, moderiertes Gespräch, Gruppendiskussion, praktische Übungen, Fallarbeit, Selbstdarstellung, Filmausschnitte

Organisatorisches

Referent/in: Maria Zepter (Diplompsychologin, Psychotherapeutin)
Termin: Donnerstag, 19. März und Freitag, 20. März 2020
Ort: München
Teilnehmer/innen: maximal 16
Kosten: € 250,00
Anmeldeschluss: 5. Februar 2020
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