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Traumapädagogik

Traumapädagogik

Zielsetzung der Weiterbildung
Die Weiterbildung vermittelt allgemeine Grundlagen der Psychotraumatologie und Traumapädagogik in Theorie und Praxis. Grundlage sind systemische, salutogenetische und bindungstheoretische Konzepte. Neben dem Erwerb fachlich-methodischer Kompetenzen zur Traumapädagogik und Traumafachberatung setzen sich die Teilnehmer/innen selbstreflexiv mit ihren persönlichen und beruflichen Hintergründen auseinander. Der Transfer der erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in die eigene berufliche Praxis wird im Rahmen von Supervision reflektiert.

 

Inhalte der Ausbildung:
Modul 1: Einführung in die Psychotraumatologie und Traumapädagogik – Abgrenzung zur Trauma-Psychotherapie, Diagnostik, Traumaverarbeitung und Traumafolgeerkrankungen, Traumagedächtnis und Neurobiologie, Grundlagen traumazentrierter Gesprächsführung

Modul 2: Bindung und Traumapädagogik – Kindheitstrauma, Bindungsstörungen und ihre Auswirkungen, Neurobiologie der Bindungstraumatisierung, traumabedingte Übertragung und Gegenübertragung

Modul 3: Überblick über die Behandlung akuter Traumatisierung und Krisenintervention – Erscheinungsbilder akuter Traumatisierung und posttraumatischer Belastungsstörung, Umgang mit Belastungsstörungen, traumaspezifische Krisenintervention, Begleitung spontaner Traumaverarbeitungsprozesse, Kunst- und Gestaltungstherapie

Modul 4: Techniken und Methoden der traumazentrierten Pädagogik – Überblick über Behandlungsmöglichkeiten, Phasenmodell der Traumaverarbeitung, Basisstrategien traumazentrierter Pädagogik, Techniken der Stabilisierung
und Affektregulation, Übungen und Selbsterfahrung von Techniken

Modul 5: Elternarbeit – Psychoedukation, Unterschiede der Traumaverarbeitung bei Kindern und Jugendlichen, Stabilisierung von Kindern und Jugendlichen, ressourcenorientiertes Arbeiten mit Bezugspersonen, systemische Aspekte: familiäre und transgenerationale Weitergabe von Traumata

Modul 6: Abgrenzung der Pädagogik und Beratung zur Therapie – Grenzen und Chancen der Pädagogik und Beratung, Möglichkeiten und Indikationen zur Weiterverweisung

Modul 7: Eigene Grundhaltung und (berufliche) Rolle – Institutionelle Bedingungen traumaspezifischer Arbeit, gesetzliche Grundlagen, Bedeutung sozialer Netzwerkarbeit, Reflexion der eigenen beruflichen Rolle, Einübung traumazentrierter Grundhaltung und Beziehungsgestaltung

Modul 8: Persönliche Selbstreflexion – Erkennen und Reflexion eigener emotionaler Reaktionen und Handlungsmöglichkeiten, eigene Traumatrigger aufspüren, Selbstwirksamkeit als pädagogisches Grundprinzip der Förderplanung; Selbstfürsorge

Modul 9: Fall-Supervision – Eigene Fälle unter Berücksichtigung der Selbst- und Fremdüberforderung von Berater/innen; rollen-, aufgabenspezifische und persönliche Selbstreflexion

Modul 10: Zertifizierung – Vorstellung eines praktischen/theoretischen Beratungskonzepts, schriftliche und mündliche Fallvorstellung (Kolloquium)

 

Methoden Lehreinheiten, Literaturstudium, praktische Übungen, Möglichkeiten zur Fallbesprechung, Fallanalyse, Praxisreflexion

Zielgruppe Insbesondere Fachkräfte im pädagogischen Bereich: Kinder- und Jugendhilfe, psychosoziale Beratung, berufliche Bildung; Fachkräfte im medizinischen und pflegerischen Bereich

Teilnahmevoraussetzung Pädagogische/fachliche Ausbildung, drei Jahre Berufserfahrung, Bereitschaft zur Selbstreflexion; eine Möglichkeit zur Anwendung des Gelernten ist erwünscht.

Referent/innen Eva Barnewitz, Margit Erades-Peterhoff, Maria Heller, Maria Zepter (alle Diplom-Psychologen und Psychotherapeuten)

Bestandteile 7 Blöcke mit insgesamt 17 Seminartagen, Intervisionsgruppen zwischen den Modulen, Falldokumentation, Hausarbeit/ Projekt, Kolloquium

Zertifikat Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmer/innen ein Zertifikat von INPUT. Die Weiterbildung entspricht im Inhalt und Umfang den Qualitätsstandards der „Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie“ (DeGPT) und der „BAG Traumapägagogik“.

Info-Abend Kostenloser Info-Abend: Termin auf Nachfrage