Zusatzausbildungen
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Anti-Gewalt- und Kompetenztrainer/in (AKT)

Kursbeginn: April 2021

Das Antigewalt und Kompetenztraining ist ein nichtkonfrontativer Ansatz, der auf der Grundlage einer verstehenspädagogischen, ressourcenorientierten und demütigungsfreien Philosophie einen Bogen zwischen akzeptierenden und hinterfragenden Elementen entspannt.

In der Arbeit mit gewaltorientierten jungen Menschen steht die Auseinandersetzung mit Gewalt und deren vorurteilsorientierten ideologischen Einbindung im Vordergrund. Die Ziele der Qualifizierung sind

  • Antigewalt- und Kompetenztraining in der Jugendhilfe durchzuführen
  • Befähigung zur Auseinandersetzung mit menschenverachtenden Ideologien und vorurteilsorientierten Argumentationsweisen
  • Erlernen des Aufbaus von Arbeits- und Kommunikationsübungen mit schwierigem Klientel und Befähigung zur Einübung von gewaltfreien Konfliktlösungsstrategien
  • Verstehen von situativen Gewaltabläufen und der Herausbildung von Gewaltkarrieren durch "biographischen Dialog"
  • Kennenlernen verschiedener Methoden zur Aufarbeitung von Gewalthandlungen und zur Bildungsarbeit
  • Ressourcenaktivierung und soziale Kompetenzstärkung zur Entwicklung einer gewaltfreien persönlichen Zukunft

Die duale Qualifizierung ist aufgeteilt zwischen der theoretischen Vermittlung gruppenpädagogischer Arbeit mit gewaltbereiten und vorurteilsorientierten, beeinflussten jungen Menschen (11 Ausbildungstage und 2 Workshoptage) und der praktischen Umsetzung des erlernten Wissens in die eigene Praxis (fachliches Controlling).

Inhalte der Ausbildung

Modul I (3 Tage): Einführung und Überblick über den Qualifizierungslehrgang und die Gewalt- und Hassthematik, Einführung in die Biographiearbeit - Analyse von Gewalthandlungen und vorurteilorientiertes Orientierungsmustern - Methoden des biographischen Verstehens

Modul II (3 Tage):  Die Leitlinien der Antigewaltbereitschaft und das Herstellen einer akzeptierenden Arbeitsbeziehung - Methoden und Techniken der Aufarbeitung von Gewalttaten - Die "Gewaltsitzung"

Modul III (3 Tage): Praktische Übungen und Rollenspiele zur "Gewaltsitzung" - Erlernen gewaltfreier Konfliktlösungsstrategien

Modul IV (2 Tage): Einführung in die Verunsicherungspädagogik - Kompetenztraining und Ressourcenaktivierung - Abschlusskolloquium

 

Didaktische Methoden: Impulsreferate, Kleingruppenarbeit, Fallarbeit, praktische Übungen, Rollen- und Planspiele (z.T. mit Videofeedback), kollegiale Beratung, Hausarbeiten

Voraussetzungen: Erzieherische, sozialpädagogische oder psychologische Ausbildung oder vergleichbare Ausbildung; Berufserfahrung im (sozial) pädagogischen Bereich oder psychologischen Bereich

Zertifizierung: Die Zertifizierung erfolgt nach den Standartkriterien von Violence Prevention Network e.V., wenn folgende Kriterien erfüllt sind: Teilnahme an allen vier Ausbildungsmodulen; Teilnahme an zwei Intervisionstagen; Fachliches Controlling praktischer Arbeit; Anfertigung einer Fallstudie (Skizzierung einer Gewaltkarriere inkl. Genogrammauswertung); Protukollierung und fachliche Auswertung einer "Gewaltsitzung"

Zielgruppe: Fachkräfte aus den Feldern Jugendarbeit, Jugendwohngemeinschaften, Betreutes Einzelwohnen und ambulante Hilfe, Schulsozialarbeit

Teilnahmevoraussetzungen: Erzieherische, sozialpädagogische oder psychologische Ausbildung oder vergleichbare Ausbildung, langjährige Berufserfahrung im (sozial)pädagogischen oder psychologischen Bereich

Organisatorisches

Referent/in: Thomas Mücke (Diplompädagoge, Politologe, Trainer und Ausbilder von AKT)
Termin: Mittwoch, 14. April bis Freitag, 16. April 2021
Ort: München
Teilnehmer/innen: maximal 12
Kosten: € 2.190,00
Organisation: INPUT e.V.
Dauer: 11 Seminartage aufgeteilt in 4 Blöcke
Anmeldung: INPUT e.V., Sandstr. 41, 80335 München, Tel. (089) 29160463 oder E-Mail info@inputseminare.de
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