Zusatzausbildungen
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Zertifizierte Zusatzausbildung zum/zur Sozialkompetenztrainer*in

Kursbeginn: Juli 2022

Der gesellschaftliche Wandel hat zur Folge, dass die Familie soziale Kompetenzen nicht mehr in dem Maße an die Kinder vermittelt, wie dies früher geschah. Auch Ausbildungsbetriebe klagen oft, dass bestimmte Jugendliche diese Erwartungen nicht erfüllen. Andere gesellschaftliche Instanzen geraten dadurch zunehmend in die Verantwortung, Erziehung und Sozialisation zu übernehmen. Schule und Jugendhilfe werden stärker gefordert, im Rahmen ihrer Angebote auch personale und soziale Kompetenzen an Kinder und Jugendliche zu vermitteln. Im pädagogischen Alltag von Schule und Jugendhilfe wird man immer wieder mit den Defiziten der Kinder und Jugendlichen im sozialen Umgang konfrontiert. Dies macht es notwendig, angemessen auf diese sozialen Defizite einzugehen und entsprechende methodisch-didaktische Konzepte zu entwickeln, mit deren Hilfe Kinder und Jugendliche soziale Kompetenzen erlernen können.

Soziale Kompetenz, häufig auch „Soft Skills“ genannt, bezeichnet das Spektrum der persönlichen Fähigkeiten und Einstellungen, die dazu beitragen, individuelle Handlungsziele mit den Einstellungen und Werten einer Gruppe zu verknüpfen und das Verhalten und die Einstellungen von Mitmenschen in diesem Sinne zu beeinflussen. Soziale Kompetenz bezeichnet somit die Gesamtheit der Fertigkeiten, die für die soziale Interaktion nützlich oder notwendig sind.

Sie sind am Ende der Ausbildung in der Lage, die Sozialkompetenz bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Gruppen gezielt zu fördern.

 

Zielsetzung der Ausbildung

Die Teilnehmer*innen lernen, inhaltliche Angebote zu gestalten, die Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene befähigen, sozial kompetent und eigenverantwortlich zu handeln. Diese Angebote sind im präventiven Bereich angesiedelt. Die Teilnehmer*innen erwerben inhaltlich-fachliche Fähigkeiten sowie methodisch-didaktische Fertigkeiten und lernen, als Trainer*in passende konzeptionelle Antworten für die Anforderungen in der Praxis zu entwickeln. Sie setzen sich selbstreflexiv mit ihren persönlichen und beruflichen Hintergründen auseinander.

 

Inhalte / Beschreibung:

Block 1: Soziale Architektur der Gruppe und soziales Lernen in der Gruppe – gruppendynamischen Erscheinungsformen, Auseinandersetzung mit der Trainer-Rolle, methodische Antworten auf gruppendynamische Erfordernisse und den Umgang mit Störungen, Integration und Abgrenzung, sowie Beziehungsarbeit und Selbstbehauptung; Soziale Diagnostik, Ressourcenarbeit und Motivation - zentrale Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung, Motivationspsychologie und systematischer Ressourcenarbeit

Block 2: Methodenzirkel zum Training der Empathiefähigkeit – Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung, Empathievermögen, Antizipation und Selbststeuerung

Block 3: Methodenzirkel zum Training der grundlegenden kommunikativen Kompetenzen – Gespräche anbahnen, Gespräche intensivieren, diskutieren und verhandeln

Block 4: Methodenzirkel zum Training der Selbstkompetenz –Selbsteinschätzung, Selbstorganisation, Durchhaltevermögen

Block 5: Methodenzirkel zum Training der Affektkontrolle – Deeskalative Strategien, Strategien der Konfliktlösung, Selbststeuerung und Emotionskontrolle im Konflikt

Block 6: Abschluss und Kolloquium – Abschlusskolloquium und Zertifizierung der Lehrgangsteilnehmer/innen

Termine:

Block 1: 18.–20. Juli 2022 (3 Tage, Mo–Mi)

Block 2: 6.–8. Oktober 2022  (3 Tage, Do–Sa)

Block 3: 14.–16. November 2022  (3 Tage, Mo–Mi)

Block 4: 16.–18. Januar 2023  (3 Tage, Mo–Mi)

Block 5: 2.–4. März 2023 (3 Tage, Do–Sa)

Block 6: 8./9. Mai 2023 (2 Tage, Mo/Di)

Methoden Impulse, Literaturstudium, Gruppenarbeit, praktische Übungen, kollegiale Beratung, Hausarbeiten, Situationsanalyse, Praxisreflexion

Zielgruppe Fachkräfte im pädagogischen Bereich: Schule, Jugendhilfe, berufliche Bildung, Ausbildung, Nachqualifizierung sowie im Bereich der Arbeit mit Gruppen oder Einzelfällen

Teilnahmevoraussetzung Pädagogische/fachliche Ausbildung, drei Jahre Berufserfahrung, Bereitschaft zur Selbstreflexion; eine Möglichkeit zur Anwendung des Gelernten ist erwünscht.

Referentinnen Dagmar Cordes, Sabine Wolff

Bestandteile Die Zusatzausbildung umfasst 6 Blöcke mit insgesamt 17 Seminartagen, 5 Intervisionsgruppen zwischen den Blöcken, Hausarbeit (Konzept/Projektbericht), Kolloquium.

Kooperation Kooperation mit dem Institut für Fort- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung (IF) der Katholischen Stiftungshochschule München

Zertifikat Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmer*innen ein Zertifikat des Institutes für Fort- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung (IF) der Kath. Stiftungshochschule München.

Anmeldung Schriftliche Bewerbung mit Lebenslauf und Motivationsschreiben für die Weiterbildung

Info-Abend Kostenloser Info-Abend online am 28. März 2022 um 18 Uhr. Bitte dafür anmelden bis zum 23.3. unter kooperationen@inputseminare.de.

 

Organisatorisches

Referent/in: Dagmar Cordes (Sozialpädagogin, Mediatorin, Antigewalttrainerin) / Sabine Wolff (Sozialpädagogin, Mediatorin, Systemischer Coach )
Termin: Montag, 18. Juli bis Mittwoch, 20. Juli 2022
Ort: München
Teilnehmer/innen: maximal 16
Kosten: € 2.675,00
Anmeldeschluss: 7. Juni 2022
Organisation: INPUT e.V.
Dauer: 17 Seminartage in 6 Blöcken
Beginn/Ende: 18. Juli 2021 bis 9. Mai 2023
Seminarkosten: 2675,– EUR; zahlbar in drei Raten
Anmeldung bei: INPUT e.V., Sandstr. 41, 80335 München, Tel. (089)29160463, E-Mail info@inputseminare.de
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